„Ich schloss die Augen, wo ich sie hätte öffnen müssen.“
Die „Omas gegen Rechts“ laden am 12.11.2026, um 16:00 Uhr, zu einer Lesung aus dem Roman „Unsere Töchter, die Nazinen“ ein. Die Veranstaltung findet im Bürgerhaus Brühl-Nord (Müllerstraße 12, 09113 Chemnitz) statt.
Entstanden im Jahr 1933, erzählt der Roman von Hermynia Zur Mühlen die Geschichte dreier Mütter und ihrer Töchter sowie ihre unterschiedlichen Haltungen zum erstarkenden Nationalsozialismus. In beeindruckender Weise schildert die österreichische Autorin die Gefühlswelt der Mütter angesichts der sich andeutenden Gefahr, ihre Ängste und Sorgen um ihre Töchter und die Gesellschaft. Dabei verbindet Zur Mühlen in ihrer Erzählung den privaten Generationenkonflikt mit den aktuellen Zerwürfnissen ihrer Zeit.
In der Geschichte wird erstmals die weibliche Perspektive gewählt, um anschaulich und emotional darzustellen, welche Folgen es haben kann, wenn antidemokratische Kräfte nach der Macht greifen. Trotz seines Alters handelt es sich um einen erschreckend aktuellen Roman.
Die Lesung wird musikalisch begleitet. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine kleine Spende jedoch willkommen.
Müllerstr. 12
09113 Chemnitz